Philosophie / Konstruktion

Im Gitarrenbau wird viel Voodoo getrieben. Jede Kleinigkeit wird mystifiziert, jedem Detail werden oft abenteuerliche Auswirkungen zugesprochen. Manches davon mag stimmen, vieles hat weit weniger Gewicht als einem glauben gemacht wird – und einiges ist einfach Quatsch.

Was ich glaube: Am Ende entscheidet gutes Engineering. Material, Geometrie, Mechanik – und trotzdem weißt du nie zu 100% was dabei rauskommt. Das ist das Faszinierende daran. Es gibt ganz sicher Magie im Gitarrenbau. Aber die entsteht am Ende, wenn sich alle Teile zu einem Ganzen fügen und du etwas in der Hand hältst, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Genau deshalb betreibe ich keinen Custom Shop. (Es sei denn, du offerierst mir obszön viel Geld. ;) ). Ich glaube, dass du ein Instrument in der Hand gehalten haben musst bevor du weißt ob es das richtige ist. Liebe auf den ersten Blick sozusagen ;). Daran glaube ich ganz fest.

Specs und Optik kann man sich aussuchen – aber ob du dich verliebst, das entscheidet sich in den ersten Sekunden in denen du anfängst zu spielen. Diese Sekunden kann dir keine Custom Shop Order versprechen.

Was ich baue, baue ich mit einer klaren Vorstellung davon wie es klingen und spielen soll. Einige Dinge mache ich dabei anders als die meisten – schlicht weil ich es für sinnvoll halte. Meine Instrumente sollen in erster Linie Spaß machen und dich begeistern. Du sollst dich danach sehnen, es möglichst bald wieder in die Hand nehmen zu können und darauf spielen zu können. Davon abgesehen sind sie echte Arbeitspferde, die du nicht schonen musst.

Klassisches Aging biete ich übrigens nicht an – die Gitarre musst du selber kaputt machen. ;) Was ich aber anbieten kann, ist echtes Aging. Falls dich das interessiert gibt es weiter unten Infos dazu.